Was ist die COP31? Geschichte des Klimagipfels und Agenda 2026
Der Klimawandel gehört zu den globalen Herausforderungen, die zahlreiche Bereiche wie Energie, Landwirtschaft, Stadtentwicklung und Industrie betreffen und gemeinsames Handeln der Staaten erfordern. Die in diesem Rahmen veranstalteten Klimakonferenzen der Vereinten Nationen sind wichtige internationale Plattformen, auf denen Länder ihre Klimapolitik bewerten und Ziele für die kommenden Jahre erörtern.
Im Jahr 2026 findet die 31. Tagung der Konferenz unter türkischer Gastgeberrolle in Antalya statt. Der Klimagipfel COP31 rückt zahlreiche Themen – von der Umsetzung der Ziele des Pariser Übereinkommens über Klimafinanzierung bis hin zur Energiewende – in den Mittelpunkt der internationalen Klimaagenda.
Was genau ist die COP31, wann findet sie statt und welche Themen werden voraussichtlich die Agenda 2026 prägen? Von der Geschichte der COP bis zu den Vorbereitungen in Antalya betrachten wir die wichtigsten Hintergründe im Überblick.
Was ist die COP (Konferenz der Vertragsparteien) und warum ist sie wichtig?
COP ist die Abkürzung für den englischen Begriff „Conference of the Parties“, auf Deutsch „Konferenz der Vertragsparteien“. COP31 bezeichnet entsprechend die 31. Konferenz der Vertragsparteien des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC).
Der COP-Prozess basiert auf dem 1992 verabschiedeten Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen. Nachdem das Übereinkommen 1994 in Kraft getreten war, fand die erste COP 1995 in Berlin statt. Seitdem kommen die Vertragsparteien regelmäßig zusammen, bewerten die Fortschritte im Kampf gegen den Klimawandel und treffen Entscheidungen, die die Richtung der internationalen Zusammenarbeit bestimmen.
Die Bedeutung der COP-Treffen für die Klimadiplomatie wird besonders an früheren Beschlüssen deutlich. Das auf der COP3 verabschiedete Kyoto-Protokoll und das auf der COP21 angenommene Pariser Übereinkommen zählen zu den zentralen Meilensteinen bei der Gestaltung der globalen Klimapolitik.
Insbesondere das Pariser Übereinkommen verfolgt das Ziel, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur deutlich unter 2 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu halten und Anstrengungen zu unternehmen, ihn auf 1,5 °C zu begrenzen.
Wann und wo findet die COP31 statt?
Die COP31 ist für den Zeitraum vom 9. bis 20. November 2026 vorgesehen. Veranstaltungsort ist Antalya, eines der führenden Tourismus- und internationalen Veranstaltungsziele der Türkei. Im Rahmen der Konferenz finden neben der COP31 auch die entsprechenden Sitzungen der Vertragsparteien des Pariser Übereinkommens (CMA 8) sowie des Kyoto-Protokolls (CMP 21) statt. Während der Konferenz kommen in Antalya neben Regierungsvertretern und Verhandlungsdelegationen auch internationale Organisationen, Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Privatwirtschaft und weitere Interessengruppen zusammen.
Die Bewerbungs- und Registrierungsverfahren für die COP31 richten sich nach der jeweiligen Teilnehmerkategorie. Über das UNFCCC Online Registration System wird die Registrierung für Vertragsparteien, Beobachterstaaten, Organisationen der Vereinten Nationen, zwischenstaatliche Organisationen und Nichtregierungsorganisationen ab dem 28. Juli 2026 geöffnet. Organisationen, die Side Events oder Ausstellungen durchführen möchten, nutzen zusätzlich das entsprechende Antragsverfahren der UNFCCC.
Welche Themen stehen auf der Agenda der COP31 2026?
Bei den Vorbereitungen auf die COP31 steht in der Zusammenarbeit zwischen der Türkei und Australien ein umsetzungsorientierter Ansatz im Vordergrund. Die COP31-Präsidentschaft betrachtet die Konferenz sowohl als „COP der Umsetzung“, bei der Klimazusagen in konkrete und nachvollziehbare Ergebnisse überführt werden sollen, als auch als „COP der Zukunft“, die auf die Klimapolitik der kommenden Jahre ausgerichtet ist.
Zu den Themen, die im Prozess 2026 besonders hervorgehoben werden, gehören unter anderem:
- Energiewende und Elektrifizierung: Entwicklung von Maßnahmen zur Unterstützung des Übergangs zu CO2-armen Energiesystemen,
- Zero Waste und Kreislaufwirtschaft: Stärkung von Ansätzen zur effizienteren Ressourcennutzung und zur Verringerung von Abfällen,
- Resiliente Städte und Infrastruktur: Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Städten gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels,
- Nachhaltige Landwirtschaft und Lebensmittelsysteme: Entwicklung von Produktions- und Ernährungssystemen, die sich an veränderte Klimabedingungen anpassen können,
- Grüne Industrietransformation: Verbreitung nachhaltiger und CO2-armer Modelle in Produktionsprozessen,
- Klimafinanzierung: Weiterentwicklung von Finanzierungsmechanismen zur Umsetzung der Klimaziele,
- Resilienz besonders gefährdeter Regionen und Ökosysteme: Schutz von Regionen und natürlichen Ökosystemen, die stärker vom Klimawandel betroffen sind.
Die detaillierte Agenda der Konferenz wird sich im Zuge der Gespräche und Verhandlungen bis zur COP31 weiterentwickeln. Daher ist es wichtig, für offizielle Tagesordnungspunkte und das Programm die aktuellen Mitteilungen der UNFCCC zu verfolgen.
Warum ist die Ausrichtung der COP31 in der Türkei von Bedeutung?
Die Gastgeberrolle der Türkei bei der COP31 gilt als wichtige Entwicklung für die Position des Landes in der globalen Klimadiplomatie. Während der Konferenz werden Staats- und Regierungsvertreter aus verschiedenen Ländern, internationale Organisationen und zahlreiche Akteure aus dem Klimabereich in Antalya erwartet.
Die Veranstaltung kann zugleich die internationale Sichtbarkeit Antalyas als Kongress- und Veranstaltungsdestination erhöhen. Dass die Bereiche Beherbergung, Verkehr, Gastronomie und Eventmanagement eine internationale Veranstaltung dieser Größenordnung unterstützen, bietet die Möglichkeit, Antalyas Tourismus- und Veranstaltungsinfrastruktur in einem neuen organisatorischen Kontext zu präsentieren.
Für die Türkei stellt die COP31 zudem einen wichtigen Treffpunkt dar, um Arbeiten in den Bereichen Klimapolitik und Nachhaltigkeit auf internationaler Ebene zu präsentieren. Neben öffentlichen Institutionen sind auch Privatwirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und junge Menschen wichtige Bestandteile der Beteiligung an der Klimaagenda während der Konferenz.
Welche Vorbereitungen werden in Belek für die COP31 getroffen?
Die Vorbereitungen auf die COP31 in Belek beschränken sich nicht auf das eigentliche Konferenzgelände. Nach Angaben der Provinzverwaltung Antalya soll sich die Organisation neben Aksu auch auf verschiedene Regionen Antalyas wie Belek, Serik, Manavgat, Alanya und Muratpaşa erstrecken. In diesem Zusammenhang rückt Belek insbesondere aufgrund seiner Beherbergungs- und Hospitality-Infrastruktur als einer der wichtigen Standorte im COP31-Prozess in den Vordergrund.
In Antalya wird unter der Koordination des Ministeriums für Umwelt, Urbanisierung und Klimawandel sowie der Provinzverwaltung Antalya ein COP31-Büro eingerichtet. Die Vorbereitungen werden unter Beteiligung verschiedener Institutionen in Bereichen wie Sicherheit, Verkehr, Gesundheit, Unterkunft und Logistik durchgeführt. Auch in den operativen Updates der UNFCCC wird darauf hingewiesen, dass die Planungen für Konferenzgelände, Unterkunft, Verkehr und Sicherheitsmaßnahmen fortgesetzt werden.
Die große Beherbergungskapazität und internationale Veranstaltungserfahrung von Belek tragen dazu bei, die Region während der Konferenz als einen wichtigen Unterkunftsstandort zu positionieren. Gloria Hotels & Resorts ist seit vielen Jahren in Belek tätig und bietet Besuchern, die aus geschäftlichen oder konferenzbezogenen Gründen nach Antalya reisen, neben der Unterkunft auch Tagungs- und Veranstaltungsflächen sowie Gastronomie-, Spa-, Wellness- und Golferlebnisse für einen umfassenden Resortaufenthalt.
Die Vorbereitungen auf die COP31 in Antalya und Belek werden bis zum Konferenztermin fortgesetzt. Für Besucher, die an der Konferenz teilnehmen möchten, empfiehlt es sich, die aktuellen offiziellen Mitteilungen zu Verkehr, Unterkunft, Registrierung und Veranstaltungsprogramm zu verfolgen und die Reiseplanung auf Grundlage der jeweils neuesten Informationen vorzunehmen.